Drei Punkte für eine Handvoll Bratwurst

Die E1 lässt sich ihre Belohnung schmecken

Am Samstag traf unsere E1 mit Blau-Weiß Dölau auf eine Mannschaft, die seit einigen Jahren konstant erfolgreich spielt und in diesem Zeitraum nur wenige Punkteteilungen oder gar Niederlagen einstecken musste. In der abgelaufenen Saison Meister der Stadtklasse geworden, führt Dölau abermals die Tabelle an. Bis dato noch ungeschlagen: 17 Siege, drei Unentschieden. Auch wir waren in dieser Saison in beiden Pflichtspielen unterlegen (2:4 in der Hinrunde, 1:4 im Pokal). Nun also traf der Erste auf den Achten - die Ausgangslage schien recht eindeutig. Allerdings: Bereits das Hinspiel war weitgehend auf Augenhöhe verlaufen und hätte durchaus mit einem Punktgewinn für uns enden können. Bei drei Aufeinandertreffen in der Halle konnten wir zweimal triumphieren, nicht zuletzt im Spiel um Platz 3 bei der Stadtmeisterschaft. Gänzlich chancenlos waren wir dann wohl doch nicht...

Unser erklärtes Ziel war es, den Favoriten zu ärgern, so dass er mit uns keine leichte Hürde haben würde. Selbst ein Punktgewinn schien nicht unmöglich, traten wir doch in Bestbesetzung an. Und um auch noch den letzten Funken Ehrgeiz in unserem Nachwuchs zu wecken, wurde eine Belohnung versprochen: Bratwurst für alle. Passte auch wunderbar, denn das Wetter hätte an diesem Tag kaum besser sein können. Nach einer kurzen Einstimmung und Taktikbesprechung ging es mit gutem Gefühl zur Aufwärmung raus ins Freie, Spiel und Gegner warteten.

Ein vorsichtiges Abtasten gab es nicht, vielmehr entwickelte sich gleich ein ansehnliches Spiel, das beide Seiten mit hohem Tempo führten. Die kleine Umstellung unserer Mannschaft - zwei Defensivspieler vor der Abwehr, dafür nur eine Angriffsspitze - machte sich klar bezahlt. Hinten konnten wir viele Bälle abfangen und dann selbst immer wieder schnelle Vorstöße in die gegnerische Hälfte starten. Bereits nach sechs Minuten war der erste große Schritt gemacht: Angriff über die rechte Seite, der Ball kommt zu Max, mustergültige Ablage auf Aishea, und der muss den Ball nur noch einschieben - 1:0. Dem wollte Dölau nicht nachstehen, so dass das Spiel weiter an Fahrt gewann und es Chancen auf beiden Seiten gab. Kapital aus diesen schlugen zunächst aber nur wir: Ein Doppelschlag von Joel und Lea brachte uns nach 22 Minuten eine komfortable 3:0-Führung. Wäre Dölau nach einer Unachtsamkeit nicht kurz vor der Pause noch ein Tor gelungen - dieser erste Durchgang wäre aus unserer Sicht nahezu perfekt gelaufen.

In der Halbzeit gab es eine kleine Stärkung, um neue Kräfte zu tanken. Die Obsthäppchen verfehlten ihre Wirkung nicht, denn wir konnten trotz einiger personeller Wechsel fast nahtlos an unser Spiel anknüpfen. Auch Dölau blieb bissig, das Spiel hatte also nichts an Qualität verloren. Während die Heidekicker unbedingt den Anschluss schaffen wollten, kämpften wir unsererseits um einen weiteren Treffer. In der 36. Minute fiel schließlich das wohl schönste Tor in dieser Partie: Nach einem Rückpass von Joel zog René aus gut 35 Metern von der linken Seite ab - und dieser Schuss passte genau ins gegnerische Gehäuse! Eine Viertelstunde vor Schluss lagen wir wieder mit drei Toren vorn und hatten nun einen unglaublichen Sieg vor Augen. In der Schlussphase versuchte Dölau nun noch einmal alles, um die Niederlage abzuwehren. Mit Erfolg, denn zwei Gegentore später war unser Vorsprung dahin und wir mussten nun alles in die Waagschale werfen. Und das gelang, die Führung hielt, wenn auch knapp. Die Überraschung war perfekt: Wir hatten den Spitzenreiter geschlagen und ihm die erste Punktspielniederlage in dieser Saison zugefügt.

Fazit: Gerannt, gekämpft, gespielt, gewonnen. Dank einer bärenstarken Leistung gingen wir als Sieger aus diesem Spiel hervor. Mit einem leidenschaftlichen Auftritt wurde eine Mannschaft besiegt, die zuletzt nur wenige in die Knie zwingen konnten. Der Erfolg unterstrich unsere bislang recht positiv verlaufene Rückrunde, und auch in der Tabelle ging es einen Platz nach oben. Unsere Spieler hatten sich für ihren Einsatz aber nicht nur ein großes Lob verdient, sondern auch die versprochene „Siegesprämie“ - und die ließen sie sich im Anschluss dann genüsslich schmecken.

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Foto: Brunheim

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